Symptome erkennen
Der erste Schritt zur Heilung.
Borreliose wird oft als das „Chamäleon“ der Krankheiten bezeichnet, da sie eine Vielzahl von Symptomen imitieren kann. Eine frühe Diagnose ist entscheidend.
Krankheitsstadien
Stadium I: Frühstadium
Lokale Infektion
Tritt wenige Tage bis Wochen nach dem Stich auf. Typisch ist die Wanderröte, aber auch „Sommergrippe“-Symptome ohne Ausschlag sind möglich.
Stadium II: Streuung
Frühe Dissemination
Wochen bis Monate später. Die Erreger breiten sich im Körper aus. Nervenschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder starke Abgeschlagenheit können auftreten.
Stadium III: Spätstadium
Chronische Infektion
Monate bis Jahre später. Chronische Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis), Hautveränderungen (ACA) oder chronische Neuroborreliose.
Wann besteht Verdacht?
Wenn Sie nach einem Zeckenstich (auch unbemerkt) grippeähnliche Symptome im Sommer entwickeln oder Gelenkschmerzen haben, die „wandern“, denken Sie an Borreliose.
Symptom-Checkliste
Spezifische Manifestationen
Borreliose kann sich je nach befallenem Organsystem unterschiedlich äußern.
Neuroborreliose
Befall des Nervensystems. Symptome umfassen oft Hirnhautentzündung (Meningitis), Gesichtslähmung (Fazialisparese), kognitive Einschränkungen ('Brain Fog') und Gedächtnisprobleme sowie brennende Nervenschmerzen.
Lyme-Arthritis
Gelenkentzündungen, die typischerweise in Schüben verlaufen. Am häufigsten ist das Kniegelenk betroffen, begleitet von starken Schwellungen und chronischen Schmerzen.
Herz-Borreliose (Lyme-Karditis)
Entzündung des Herzmuskels (Myokarditis) oder des Herzbeutels (Perikarditis). Typische Anzeichen sind Herzrhythmusstörungen, Herzrasen und Leistungsabfall.
Augenmanifestationen
Seltenere, aber ernsthafte Beteiligungen wie Entzündungen der mittleren Augenhaut (Uveitis), Sehnerventzündung und allgemeine Sehstörungen sowie Lichtempfindlichkeit.
Wichtige Co-Infektionen
Zecken übertragen oft mehr als nur Borrelien. Co-Infektionen verkomplizieren das Krankheitsbild und erfordern eine angepasste Therapie.
Babesien
Malaria-ähnliche Parasiten, die rote Blutkörperchen befallen. Typisch sind starke Erschöpfung, Nachtschweiß, Luftnot und unerklärliche Fieberschübe.
Bartonellen
Bakterien, die oft chronische Gefäßentzündungen auslösen. Häufige Symptome sind brennende Fußsohlenschmerzen, Dehnungsstreifen auf der Haut, Nervenschmerzen und neuropsychiatrische Auffälligkeiten.
Anaplasmen / Ehrlichien
Diese Bakterien befallen weiße Blutkörperchen und schwächen das Immunsystem, was zu immer wiederkehrenden Infekten, hohem Fieber und Muskelschmerzen führt.
Rickettsien
Verursacher chronischer Gefäßentzündungen, die oft zu schweren Kopfschmerzen, neurologischen Ausfällen und extremen Erschöpfungszuständen führen.
Wir lassen Sie mit Ihren Fragen nicht allein.
Chronische Infektionen erfordern fundiertes Wissen und individuelle Lösungsansätze. Unsere Experten begleiten Sie auf dem Weg zur richtigen Diagnose.
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